Projekt und Teilprojekte

Projektzusammenfassung

Die Kulunda Steppe repräsentiert einen typischen Ausschnitt der größten Konversionsregion in den temperierten Grasländern der Erde (Neulandregion). Hier wurde von 1954 bis 1963 rund 420.000 km² natürliche Steppe (bzw. Altbrache) in Ackerland umgebrochen und seitdem intensiv agrarisch genutzt.

Agrarisch genutzte SteppeDurch eine damit einsetzende intensive, den Standortbedingungen nicht angepasste ackerbauliche Nutzung kam es hier  zu gravierenden Degradationserscheinungen. Neben großflächigen und intensiven Erscheinungsformen der Winderosion ist die  Abnahme des Humusgehaltes und damit die Reduktion des im Boden gebundenen Kohlenstoffs als besonders gravierend zu bezeichnen.  Hierdurch verschlechterten sich der Bodenwasser- und der Nährstoffhaushalt.  Dadurch bedingen sich negative Effekte für die landwirtschaftlichen Erträge und ein zunehmender Verlust der Kohlenstoffsenkenfunktion.

Katastrophale WinderosionDas interdisziplinäre Verbundprojekt KULUNDA hat zum Ziel, durch die Implementierung angepasster Nutzungsstrategien die Kohlenstoffsenkenfunktion der Böden zu erhöhen, die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern und zu stabilisieren. Damit soll sowohl ein Beitrag zur Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen als auch zur nachhaltigen Regionalentwicklung geleistet werden. Die Ergebnisse aus KULUNDA können beispielgebend für andere Regionen der kontinentalen eurasischen Steppen sein.

KULUNDA vereint in 11 Teilprojekten die Expertise von 16 Partnern aus deutschen Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Zusammenarbeit im Team wird durch die Integration von russischen Projektpartnern in jedem Teilprojekt gestärkt.



Die nachfolgende Karte zeigt einen Überblick zu den Landschaftseinheiten des Untersuchungsgebietes. Zudem wird die Verteilung der Jahresniederschläge aufgezeigt.

 Landschaftseinheiten des Untersuchungsgebietes


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